Wir bieten ein großes Angebot an Geschichtsbüchern über die verschiedenen Epochen und Gebiete.
Einzelne Regionen, Zeiträume und Kulturen werden im Kontext beschrieben.
Das 200. Jubiläum der Evangelischen Landeskirche in Baden im Jahr 2021 bietet Anlass, einen Blick auf die Geschichte(n) des badischen Protestantismus im 19. und 20. Jahrhundert zu werfen.An der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe fand eine Vorlesungsreihe „‚… ein wohl und innig vereintes Ganzes‘? 200 Jahre badischer Protestantismus 1821–2021“ statt. Mehr als ein Dutzend Themen konnten berücksichtigt werden. Neben einigen zeitlich enger gefassten Beiträgen finden sich vor allem thematisch fokussierte Längsschnitte, so dass unter verschiedenen Aspekten kirchlichen Handelns ein breitgefächertes Bild des Protestantismus in Baden gezeichnet wird. So werden Signaturen des badischen Protestantismus identifiziert, indem Theologie, Gottesdienst, Kirchenbau, Religionsunterricht, Geschlechterfragen, Ökumene, Politik u.a. dargestellt werden. Auf dieser historischen Basis gibt der Landesbischof abschließend einige Einblicke in zukünftige Herausforderungen und Strategien kirchenleitenden Handelns.Mit diesem Buch liegt ein bislang nicht vorhandener, facettenreicher Überblick über die zurückliegenden zwei Jahrhunderte des badischen Protestantismus vor.
"Die Schleswig-Holsteiner sind fortan Preußen", verkündete Oberpräsident Carl von Scheel-Plessen am 24. Januar 1867 im Kieler Schloss. Die Annexion bedeutete einen Einschnitt in allen Bereichen des öffentlichen Lebens. Der preußischen Regierung standen die Schleswig-Holsteiner zunächst reserviert gegenüber, wie Stimmungsbilder und Wahlergebnisse der ersten Jahre zeigen. Erst langsam wandelte sich die ablehnende Meinung. Positiv wirkte nicht nur die wirtschaftliche Entwicklung, die Handel, Verkehr und Schiffbau zum Aufschwung verhalf, sondern auch die Vermählung Wilhelms II. mit Auguste Viktoria. Anlässlich des 150. Jahrestages dieses politischen Ereignisses zeigte das Landesarchiv Schleswig-Holstein eine Ausstellung zur Entwicklung des Landes in der Kaiserzeit. Jetzt erscheint dazu ein umfangreiches Katalogbuch, das neben den Vorträgen aus dem Begleitprogramm weitere wissenschaftliche Beiträge zur preußischen Zeit enthält. Im zweiten Teil des Bandes sind zentrale Dokumente aus dem umfangreichen Aktenbestand der preußischen Verwaltung aufgenommen.
1782 kam es in Zürich zu einem denkwürdigen Zusammentreffen: Herzog Peter Friedrich Ludwig von Oldenburg mit seiner Frau Friederike von Württemberg und der russische Zar Paul I. mit seiner Gemahlin Maria Fjodorowna, der Schwester Friederikes, lernten Johann Caspar Lavater kennen. Dieser war der Hauptvertreter der damals populären Physiognomik, nach der von äußeren Merkmalen, insbesondere des Gesichts, auf die Charaktereigenschaften eines Menschen geschlossen wurde. Die "Vier Unvergesslichen", wie Lavater das illustre Gespann nannte, waren von diesen physiognomischen Studien fasziniert. Auch der Oldenburger Hofmaler Johann Heinrich Wilhelm Tischbein stand mit Lavater in engem Kontakt und fertigte selbst Tier-Mensch-Physiognomien an. Ausgehend von der Begegnung in Zürich erzählt der Begleitband zur gleichnamigen Ausstellung erstmals umfassend die faszinierende Geschichte der "Vier Unvergesslichen" und widmet sich den vielfältigen, intensiven Beziehungen zwischen Oldenburg und Russland. Stefan Lehr, BKGE, Oldenburg; Anna Heinze, Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte Oldenburg (LMO)
Wenn aus Manövergrüßen Feldpost wird - Die Erkenntnis, dass das Lager Lechfeld nicht erst seit dem heute bekannten Fliegerhorst zu existieren begann, sondern sich dort bereits seit Mitte des 19. Jh. eine feste militärische Einrichung etablierte, war für die Autorin Anlass, mittels alter Postkarten zu recherchieren und die Entwicklung des Lagers in groben Zügen nachzuvollziehen. So folgte sie den Spuren vom einfachen Übungslager zu einem der wichtigsten Truppenübungsplätze des bayerischen Königreichs, den so gut wie jeder Soldat im Bayernland mindestens einmal in seiner Militärzeit "genießen" durfte. Die gesammelten Ansichtskarten in einem Büchlein zusammenzuführen und als Bildband zu veröffentlichen, das war zunächst der Plan. Als die Autorin jedoch einen Blick auf die Kartenrückseiten warf und ein wenig hineinlas in das, was die Männer nach Hause, an die Frau oder Freundin, an die Familie, an Kameraden schrieben, war klar: Da sollte mehr daraus werden. Denn natürlich wollte man in Friedens- und später auch in Kriegszeiten mit seinen Lieben zuhause in Verbindung bleiben. Die Ansichtskarte war vor ca. 100 Jahren der Kurznachrichtendienst - twittern per Post sozusagen. Da sich auch die Fotografie Anfang des 20. Jh. bereits fest etabliert hatte, konnte man auch gleich ein Bild "posten". So mancher Soldat markierte mit dem Stift die Baracke. wo er untergekommen war, man verschickte Gruppenfotos und Aufnahmen vom Gelände. Auch wenn das Geschriebene oft schwer zu entziffern war, es ist ein kleiner Überblick herausgekommen, was die Männer bewegte und was manchmal nur zwischen den Zeilen stand: Schnelle Grüße, Dank für Post und Pakete, Bericht über größere oder kleinere Probleme des Manöver- und Soldatenlebens. geschrieben von Männern, die Schießausbildungen absolvierten, Kriegsgefangene bewachten oder von der Front nach hause schrieben. Die älteste Karte ist aus dem Jahr 1896, die neueste von 1920. Dazwischen liegt eine Zeit, in der sorglose Manövergrüße verschickt wurden, aber auch Jahre, in denen aus Manöverpost Feldpost wurde. Maria Reichenauer, Jahrgang 1955, wuchs in Schwabmünchen auf. 1975 bis 1979 Studium Grafikdesign an der FH Augburg, nach diversen Festanstellungen seit 2003 freiberuflich tätig - mit kleinem Atelier in Schwabmünchen. Nach langjähriger Tätigkeit im Printbereich verwirklicht sie neben der Arbeit als Grafik-Designerin auch eigene Buchprojekte.
Feldpost des Obergefreiten Herbert Henze 1941-1943 aus Russland - 272 Feldpostbriefe und -karten, 46 Abbildungen von Postkarten, originalen Fotos, eigenhändigen Zeichnungen und Dokumenten des Obergefreiten der 131. Infanterie-Division, Heeresgruppe Mitte, erzählen vom deutsch-sowjetischen Krieg: vom Kriegsalltag mit seinen Strapazen, Zumutungen und seelischen Nöten. Herbert Henze, von Beruf Buch- und Kunsthändler, war ein eloquenter Briefschreiber. Als Soldat, dem Soldatisches fernlag, zog er nicht begeistert in den Krieg, doch war auch er ein Kind seiner Zeit: überzeugt von der Überlegenheit Deutschlands als Kulturnation. Anfänglich an den propagierten Blitzkrieg glaubend, kamen ihm angesichts der Realität vor Ort Zweifel an der militärischen Führung. Er berichtet von längeren Phasen gänzlichen Zusammenbruchs der soldatischen Versorgung, von der aus seiner Sicht problematischen Fortsetzung des Vormarsches auf Moskau und von der erfolgreichen russischen Gegenoffensive im Winter 1941/42. Er beschreibt die extreme Kälte und den Hunger, die ihn auf Befehl zwangen, der russischen Zivilbevölkerung unbarmherzig Vieh und Erntevorräte, Kleidung, selbst Dachstroh wegzunehmen, um die Pferde durchzubekommen. - Der Herausgeberkommentar dient der Identifikation von Personen, Institutionen und Sachen sowie dem Verständnis der in den Briefen angesprochenen Themen und Probleme.
„Geordnet und human“ sollte die Umsiedlung der Deutschen erfolgen, so hatte es das Potsdamer Abkommen festgelegt. Doch die Realität sah anders aus. In seinem gründlich recherchierten Buch rekonstruiert R. M. Douglas die verschiedenen Etappen der Massenvertreibungen, beschreibt den Archipel der Konzentrations-, Internierungs- und Sammellager für Deutsche, der in ganz Mittel- und Osteuropa nach dem Krieg entstand, und beleuchtet die Folgen, deren Schatten bis in die Gegenwart reichen. Dabei verwendet er deutsche Quellen nur, sofern sie durch andere Zeugnisse bestätigt werden, und konzentriert sich auf Überlieferungen aus dem Archiv des Internationalen Roten Kreuzes, Beobachtungen westlicher Diplomaten, Offiziere und Journalisten sowie auf die Akten der ausweisenden Staaten selber. So entsteht eine Darstellung, die das Leid der Vertriebenen, die Gräueltaten an Deutschen und das moralische Versagen der Alliierten in ungewohnter Schärfe thematisieren kann ohne in den Verdacht der Einseitigkeit zu geraten. Vertreibungen laufen nie "geordnet und human" ab, das ist die zentrale These dieses Buches.
Vaters Apparat begleitete ihn in die Kasernen von Ohrdruf und Saalfeld, wo er seinen Wehrdienst von 1935 bis 1937 ableistete. Meine Eltern nahmen die eigene Kamera mit in den Krieg, Mutter die ihre nach Brüssel zum Rüstungskommando, Vater die seine auf die Kriegsschauplätze Europas. Die Auswahl in diesem Buch beschränkt sich auf die Erlebnisse im Krieg gegen die Sowjetunion von 1941 bis 1944. Vaters Stationen finden sich beim Aufmarsch im Frühjahr 1941 im besetzten Polen („Generalgouvernement“), in der westlichen Ukraine bei Dubno, in den Wäldern um Brjansk 1942, im Großraum Witebsk 1943/44, an der Narwa-Front am Finnischen Meer im Frühjahr 1944 und endlich im Chaos des vollständigen Zusammenbruchs des Mittelabschnitts, auf der panikartigen Flucht von Mogilew am Dnjepr nach Eydtkuhnen im nördlichen Ostpreußen im Sommer 1944. Vater hinterließ vom Geschehen über 450 Aufnahmen, rund 200 fanden Platz in diesem Buch. Inhaltsverzeichnis Einleitung Der Aufmarsch – Polen („Generalgouvernement“), April bis Juni 1941 Nach Osten rollt ein Zug – 13.4.–15.4.1941 – quer durch Deutschland Ankunft in Polen In „unserem“ Dorf Ratkowice Ein Dorf im Lysa Gora Zustände wie in Polen Der Pakzug feiert Abschied vorm Einsatz Die Tage von Ratkowice gehen zu Ende Auf dem Marsch durch Polen zum Bug 6.6.–12.6.1941 Wehrmachtskarte: Aufmarsch 4–6/1941 Der Angriff – Ukraine, 22. Juni bis 30. Juni 1941 Wenige Stunden vor dem Angriff – Am Abend des 21.6.194 …und am Morgen des 22.6.41 – Nun brausen nach Osten die Heere Der Vormarsch geht weiter…wir rollen Dubno entgegen Die Sowjet-Panzerwaffe bei Dubno 28. und 29.6.1941 – 215 Sowjetpanzer werden hier erledigt Am 30.6.1941 ist für mich „Schluß“ Ein Lazarettzug rollt in die Heimat 5.7.–7.7.1941 Stellungskrieg in den Wäldern um Brjansk, 2. Juli bis 13. Oktober 1942 Wehrmachtskarte: Stellungskrieg Sommer 1942 bei Brjansk Zum Panzerregiment 18, 18. Panzerdivision Berlin-Warschau- Brest-Minsk-Smolensk-Brjansk-Shisdra 2.7.–15.7.1942 Soldaten – Kameraden im Mittelabschnitt der Ostfront Das war nördlich Orel. Nach dem Einbruch der Russen Die Stellung von Saprudnoje 29.7.–2.10.1942 Mit dem Lazarettzug ins Reich Shisdra-Brjansk-Gomel-Orscha- Minsk-Siedlce-Warschau-Plauen 14.10.–1.11.1942 Die Winterschlacht um Witebsk 25. Dezember 1943 bis 18. Januar 1944 Wehrmachtskarte: Unterhalb von Witebsk Dez. 1943–Jan. 1944 Auf Transport Cambrai-Metz-Koblenz-Hannover-Stettin- Warschau-Minsk-Polozk-Witebsk12.–19.12.1943 …und wieder in Rußland – Weihnachtsschlacht Witebsk An der Narwa-Front, Estland – Anfang Februar bis Anfang Mai 1944 Wehrmachtskarte: Narwa-Front Februar bis April 1944 Nun geht es nach Norden an die Ostfront Februar 1944 In Pikaresti, Februar 1944 Um Wesenberg (Rakvere), Februar 1944 Wir greifen an im Westkessel, März 1944 Bei der Infanterie an der Narwa 99 April – es taut im Norden Der Zusammenbruch des Mittelabschnitts, Weißrussland Anfang Mai bis Anfang Juli 1944 Wehrmachtskarte: Fluchtroute Mogilew nach Minsk Transport von Jewe über Riga-Wilna-Minsk-Orscha nach Mogilew im April 1944 Mogilew Die Schlacht um Mogilew 24.–28.6.1944 Der Rückmarsch beginnt Die Eltern – ein Nachwort Zum Autor Autor: Dieter Schuster-Wald, Taschenbuch, 17x24cm, 156 Seiten, 216 Fotos und 10 Karten
"Da liegen die Toden wie hingemäht“ – Dieser etwas ungewöhnliche Buchtitel entstammt einer Feldpostkarte, die der Infanterist Friedrich Kreußer am 26. Oktober 1915 aus Lille an das Fräulein Maria Langmandel, Gaurettersheim, schrieb.Anhand von Briefen und Feldpostkarten wird anschaulich der 1. Weltkrieg aus der Sicht Unterfrankens dargestellt - Millionen Männer durchlitt und durchlebte er die Schrecken des Ersten Weltkriegs als Soldat. Dieser veränderte nicht nur das Leben der eingezogenen Soldaten an der Front, sondern auch das der Hinterbliebenen in der Heimat; so auch in den beiden Orten Gaurettersheim und Tiefenthal. Auch hundert Jahre nach dem Ende dieses „Krieges aller Kriege“ sind seine Spuren auf den Friedhöfen und Kriegerdenkmälern noch nachzuvollziehen, auch wenn sie nach 1945 von der Erinnerung an den noch schrecklicheren Zweiten Weltkrieg überdeckt wurden.Die Kriegsjahre 1914-1918 und die Nachkriegszeit 1919-1920 sind aufgrund des Ablebens der Kriegsgeneration inzwischen aus der öffentlichen Erinnerung verschwunden. Umso wichtiger war es uns, einen Teil dieser Geschichte wieder ans Licht zu holen. Dies gelang uns mit diesem Buch für die Kriegsjahre 1914-1918 in den beiden Orten Gaurettersheim und Tiefenthal.
„Daheim Kummer und Sorgen und hier im Felde gegenseitiges Morden…“ – Dieser etwas ungewöhnliche Buchtitel entstammt einer Feldpostkarte.Anhand von Briefen und Feldpostkarten wird anschaulich der 1. Weltkrieg aus der Sicht Unterfrankens dargestellt - Millionen Männer durchlitten und durchlebte er die Schrecken des Ersten Weltkriegs als Soldat. Dieser veränderte nicht nur das Leben der eingezogenen Soldaten an der Front, sondern auch das der Hinterbliebenen in der Heimat; so auch in den beiden Orten Gaurettersheim und Tiefenthal. Auch hundert Jahre nach dem Ende dieses „Krieges aller Kriege“ sind seine Spuren auf den Friedhöfen und Kriegerdenkmälern noch nachzuvollziehen, auch wenn sie nach 1945 von der Erinnerung an den noch schrecklicheren Zweiten Weltkrieg überdeckt wurden.Die Kriegsjahre 1914-1918 und die Nachkriegszeit 1919-1920 sind aufgrund des Ablebens der Kriegsgeneration inzwischen aus der öffentlichen Erinnerung verschwunden. Umso wichtiger war es uns, einen Teil dieser Geschichte wieder ans Licht zu holen. Dies gelang uns mit diesem Buch für die Kriegsjahre 1914-1918 in der Stadt Röttingen. Am 11. November 2018 jährte sich das Ende des Ersten Weltkriegs zum einhundertsten Mal. Innerhalb dieser Zäsur, die Millionen von Menschenleben forderte, vier Imperien zu Fall brachte und die geografische Karte weltweit nachhaltig veränderte, hat auch die altehrwürdige Stadt Röttingen an der Tauber ihren Platz.Die Geschichte dieses Landstädtchens wurde seit jeher durch die Schicksale seiner Bewohner sowie die Entscheidungen der Politik beeinflusst, wie an der wehrhaften Stadtmauer, anhand der Pfarrmatrikel und der im Friedhof stehenden Kriegerdenkmäler, hinter deren eingemeißelten Namen jeweils das tragische Schicksal eines geliebten Menschen steht, offenkundig wird. AUS DEM INHALTSVERZEICHNIS Einführendes zu Thematik und Forschung Aufbau und Methodik Rechercheorte und Quellenkritik Einführung in den kulturhistorischen Kontext Geschichte Röttingens Das Geschlecht der Edlen von Röttingen und der Übergang des Ortes in den Machtbereich der Freiherren von Schüpf Die Edlen von Hohenlohe in Röttingen Röttingen unter den Fürstbischöfen von Würzburg Röttingen im Königreich Bayern Verortung innerhalb der administrativen Verwaltung des Königreichs Bayern Sozialstruktur der Einwohnerschaft Gewerbebetriebe und Landwirtschaft vor Kriegsbeginn Soziokulturelle Determinanten der Stadt Politische Partizipation Entscheidungsträger im Gemeindewesen Das Vereinswesen in Röttingen Die Auswirkungen des Ersten Weltkriegs auf die Stadt Röttingen Kriegserfahrungen der Zivilbevölkerung Kriegserfahrungen an der Front Das Feldpostkonvolut des Infanteristen Georg Hubert Vergleichende Betrachtung der Kriegsteilnehmer Exemplarische Darstellung der Kriegswerdegänge Heimkehr, Erinnerungskultur und Wiedereingliederung der Kriegsteilnehmer Die Heimkehr der Soldaten Das Kriegerdenkmal Der Umgang mit Kriegsversehrten und Invaliden Fazit und Ausblick
„Bei Tag schlafen wir und nachts wird gearbeitet. 150 m vor dem Feind. Die Musik zur Arbeit liefern die Kugeln, die ständig pfeifen.“ Diese Worte schrieb der Infanterist Markus Ulsamer am 2. Juni 1915 aus Bousbergue (Frankreich) an das Fräulein Justina Bätz in Würzburg.Markus Ulsamer war einer der Soldaten aus Aufstetten, die Haus, Hof und Familie hinter sich lassen mussten, um für König und Vaterland in den Krieg zu ziehen. Er war in der 5. Kompanie des bayerischen Infanterie- Regiments Nr. 17 „Orff“ eingesetzt. Markus Ulsamer rückte am 13. Februar 1915 zur Armee ein, stand seit dem 2. April 1915 im Feld und nahm an den schweren Kämpfen an der Westfront teil. Am 17. Oktober 1915 traf ihn um 08:30 Uhr bei Fosse 13 die tödliche Gewehrkugel. Er verstarb durch Kopfschuss und wurde in der Stellung beerdigt.Dieses Buch hat es sich zur Aufgabe gemacht, diese Kriegserfahrungen in den Orten Aufstetten, Bolzhausen und Oesfeld näher zu beleuchten. Es stützt sich dabei sowohl auf gängige und aktuelle Forschungsliteratur als auch auf eine breite und der Öffentlichkeit bisher unzugängliche archivalische Quellenbasis. 3 Aufgrund des 100-jährigen Kriegsbeginns sowie Kriegsendes lebte die wissenschaftliche Diskussion weltweit erneut auf. Hunderte neu erschienene Werke zum Ersten Weltkrieg beweisen, dass diese Thematik auch nach 100 Jahren nichts von ihrer Aktualität verloren hat.Im nun vorliegenden Werk sollen die Menschen im Mittelpunkt stehen, weshalb wieder eine Vielzahl von Selbstzeugnissen ausgewertet wurden und die Kriegswerdegänge eines jeden Kriegsteilnehmers, soweit rekonstruierbar, erstellt worden sind. Als Einzelwerk deckt es die Kriegszeit in den drei Orten ab, als fortlaufender Teil der Untersuchung zur Kriegserfahrung im Ochsenfurter Gau ist es ein Mosaiksteinchen eines größeren Gesamtwerkes und reiht sich in die Publikationsreihe der bisher betrachteten Orten ein.
„Er fiel, weil Gott ihn rief ...“ – Dieser etwas ungewöhnliche Buchtitel entstammt einer Feldpostkarte, die der Infanterist Friedrich Kreußer am 26. Oktober 1915 aus Lille an das Fräulein Maria Langmandel, Gaurettersheim, schrieb.Anhand von Briefen und Feldpostkarten wird anschaulich der 1. Weltkrieg aus der Sicht Unterfrankens dargestellt - Millionen Männer durchlitt und durchlebte er die Schrecken des Ersten Weltkriegs als Soldat. Dieser veränderte nicht nur das Leben der eingezogenen Soldaten an der Front, sondern auch das der Hinterbliebenen in der Heimat; so auch in den beiden Orten Gaurettersheim und Tiefenthal. Auch hundert Jahre nach dem Ende dieses „Krieges aller Kriege“ sind seine Spuren auf den Friedhöfen und Kriegerdenkmälern noch nachzuvollziehen, auch wenn sie nach 1945 von der Erinnerung an den noch schrecklicheren Zweiten Weltkrieg überdeckt wurden.Die Kriegsjahre 1914-1918 und die Nachkriegszeit 1919-1920 sind aufgrund des Ablebens der Kriegsgeneration inzwischen aus der öffentlichen Erinnerung verschwunden. Umso wichtiger war es uns, einen Teil dieser Geschichte wieder ans Licht zu holen. Dies gelang uns mit diesem Buch für die Kriegsjahre 1914-1918 in den beiden Orten Gaurettersheim und Tiefenthal.
Im Zuge der Recherchearbeiten für das 2018 erschienene Buch „Da liegen die Toden wie hingemäht“ über die Auswirkungen des Ersten Weltkrieges, des sog. Großen Krieges, auf die Orte Gaurettersheim und Tiefenthal sowie deren Kriegsteilnehmer zeigte sich, dass durch das zwischenzeitliche Ableben der Kriegsgeneration des Ersten und Zweiten Weltkrieges auch die Erinnerungen an diese schrecklichen Jahre allmählich in der Ortsbevölkerung verblassen. Die Namen und Daten der gefallenen und vermissten Soldaten stehen zwar auf dem Kriegerdenkmal an der Gaurettersheimer Pfarrkirche, jedoch nimmt man heutzutage davon kaum noch Notiz, zumal das alles „lange her“ ist und die dort eingemeißelten Namen zwischenzeitlich nicht mehr geläufig sind. Umso wichtiger war es den Autoren, einen Teil dieser Geschichte wieder ans Licht zu holen.Möge dieses Publikation der Nachkriegsgeneration vor Augen führen, was ihre Vorfahren und Verwandten an den Fronten an furchtbaren Dingen erlebten. Vielleicht lässt sich dann auch besser nachvollziehen, warum diese aus dem Krieg zurückgekehrten Menschen so waren, wie sie letztendlich waren. AUS DEM INHALTSVERZEICHNIS: 1.1 Einführung in die Thematik und Forschungsfeld 1.2 Aufbau und Methode 1.3 Recherchen und benutzte Quellen 2. Soziale Struktur und Dorfgeschehen ab Mobilmachung 1939 2.1 Soziale Struktur in den Dörfern während des Dritten Reichs 2.2 Propaganda und Meinungspflege 2.3 Grundstimmung bei Kriegsbeginn 1939 3. Strukturelle Betrachtung der bewaffneten Macht Deutschlands 1919 bis 1945 3.1 Die Reichswehr 3.2 Die Wehrmacht 3.3 Der Zweite Weltkrieg4. Die deutsche Kriegswirtschaft 4.1 Einführung 4.2 Die Gleichschaltung der Wirtschaft 4.3 Die Aufrüstung 4.4 Der Zweite Weltkrieg 4.5 Das „Ministerium Speer“ 4.6 Der „Totale Kriegseinsatz“ 5. Die militärischen Werdegänge der Soldaten aus Gaurettersheim und Tiefenthal5.1 Einführung und editorische Bemerkungen 5.2 Erstellung einer Kriegschronik 5.3 Kriegswerdegänge 5.3.1 Gaurettersheim 5.3.2 Tiefenthal6. Auswertung der Kriegswerdegänge 6.1 Einführung 6.2 Die Einberufungen der Jahrgänge 1895 bis 1928 6.3 Die Sozialstruktur der Soldaten aus Gaurettersheim und Tiefenthal6.4 Aufschlüsselung nach Teilstreitkraft 6.5 Die Kriegsopfer aus Gaurettersheim und Tiefenthal6.6 Die Auswirkungen des Krieges auf die Heimkehrer 6.7 Zusammenfassung 7. Die Verwundetenversorgung in der Wehrmacht 7.1 Hinführung 7.2 Aufbau des Sanitätsdienstes 7.3 Ausbildung und Ersatzgestellung der Sanitäter8. Nachtrag der Soldaten aus Gaurettersheim und Tiefenthal im Ersten Weltkrieg 9. Bilderkonvolut des Obergefreiten Theodor Schnetzer 10. Fazit und Ausblick
„Ich könnte gerade hinausweinen vor Schmerz und alles zusammenschlagen vor Wut darüber, weil es doch gar kein Ende nehmen will“, schrieb der Jäger Michael Hettiger am 28. Januar 1917 in einem Feldpostbrief an seine Eltern in Bütthard. Mit diesen Worten beschrieb er seine Trauer ob des Verlustes seines langjährigen Weggefährten Martin Bausewein. „Martin war der brävste Bursche in ganz Bütthard und ein guter Kamerad. So lange wir beieinander waren, haben wir alles miteinander geteilt.“Martin Bausewein war derselbe Geburtsjahrgang wie Michael Hettiger, insoweit haben sie bereits gemeinsam die Schulbank gedrückt. Während des Ersten Weltkrieges gehörten sie beide dem Aschaffenburger 2. Jäger-Bataillon an. Beide sahen die Heimat nicht wieder, beide sind auf dem rumänischen Kriegsschauplatz gefallen. Martin Bauseweins junges Leben wurde am 5. Dezember 1916 bei Finta Mare durch Granatsplitter ausgelöscht. Michael Hettiger ist knapp ein Jahr später seiner schweren Verwundung aus dem Gefecht bei Tifestii-Priana vom 11. August 1917 am Folgetag im Lazarett erlegen.Die beiden jungen Büttharder durchlitten neben Millionen anderen Kriegsteilnehmern die Schrecken des Ersten Weltkrieges und kamen darin um. Die Kriegsjahre 1914–1918 und die unmittelbare Nachkriegszeit 1919–1920 sind aufgrund des Ablebens der Kriegsgeneration inzwischen aus der öffentlichen Erinnerung verschwunden – zum Teil wurden sie auch durch die Erfahrungen des noch grausameren Zweiten Weltkriegs überlagert. Umso wichtiger war es den Autoren, einen Teil der Geschehnisse des Ersten Weltkrieges – der auf Friedhöfen, anhand von Kriegerdenkmälern und in Familienalben, auch im Ochsenfurter Gau durchaus noch nachvollziehbar ist – mit all ihren Tragödien wieder ins Bewusstsein der heutigen Generation zu holen.
Grabstätten bedeutender Persönlichkeiten finden sich nicht nur in Paris, Rom oder Berlin. "Prominentengräber" gibt es auch in Münster. Oft sind sie die einzigen Verbindungslinien zu den Großen dieser Stadt über Generationen und Jahrhunderte hinweg. Karl Hagemann stellt 100 prominente Münsteraner aus mehr als 400 Jahren in Text und Bild vor: bedeutende Politiker wie den Universitätsgründer von Fürstenberg, Reichskanzler Brüning oder Minister Möllemann; herausragende Architekten von Schlaun bis Deilmann. Porträtiert sind wegweisende Persönlichkeiten der Kirche wie Fürstbischof von Galen, Superintendent Braun und Schwester Euthymia; nicht zu vergessen Sportasse wie Reiner Klimke und Fiffi Gerritzen. Bekannte Künstlernamen sind Grotemeyer, Mazzotti und Schürk-Frisch, aber auch Moondog und Blinky Palermo. Und was wäre Münster ohne seine Originale wie Zoogründer Hermann Landois, Braumeister Pinkus Müller und Kiepenkerl Heinrich Morthorst? Ein Buch also über längst Verstorbene und ihre Grabstätten? Ja. Aber ein Buch mitten aus dem Leben. Vom Unvergessenen zum Unsterblichen ist es manchmal nicht weit. Persönlichkeiten in diesem Buch: Kurt Aland, Maria Alberti, Max Apffelstaedt, Heinrich Austermann, Wilhelm Baldus, Albrecht Beckel, Clemens Maria Franz von Bönninghausen, Martin Braun, Theo Breider, Johann Bernhard Brinkmann, Heinrich Brüning, Ernst von Bülow, Friedrich Castelle, Lambert Friedrich Corfey, Adele Corty-Althoff, Harald Deilmann, Gerhard Domagk, Maria Anna „Jenny“ von Droste-Hülshoff, Johannes Düsing, Ferdinand Eimermacher, Karl von Einem, Erpho, Franz Essink, Maria Euthymia, Franz Feldhaus, Heinrich Fleige, Heinz-Gert Freimuth, Maria „Mimi“ Frenke, Franz von Fürstenberg, Clemens August von Galen, Christoph Bernhard von Galen, Amalia Fürstin von Gallitzin, Max Geisberg, Felix „Fiffi“ Gerritzen, Julius Otto Grimm, Fritz Grotemeyer, Alexander Haindorf, Johann Georg Hamann, Bonifatius von Hatzfeld‑Trachenberg, Alexander Heimbürger, Nanda Herbermann, Hilger Hertel, Johann Wilhelm Hittorf, Wilhelm von Horn, Johann von Hoya, Johann Hermann Hüffer, Max Jungeblodt, Michael Keller, Bernhard Georg Kellermann, Lilly Kemmler, Clemens von Ketteler, Johann Hyazinth Kistemaker, Eberhard Michael Kleffner, Reiner Klimke, Wilhelm Kohl, Herma Kramm, Anna Krückmann, Hermann Landois, Johannes Leppich, Bernhard Lucas, Albert Ludorff, Paul Ludwig, Eli Marcus, Joseph Mausbach, Albert Mazzotti, Jürgen W. Möllemann, Moondog, Heinrich Morthorst, Helmut Müller, Carl „Pinkus“ Müller, Heinrich Ostrop, Bernhard Overberg, Blinky Palermo, Josef Pieper, Friedrich Christian von Plettenberg, Wilhelm Pötter, Ludwig Poullain, Fritz Pütter, Conrad Ramstedt, Alfred von Renesse, Max „Mäkki“ Reuter, Ludwig Roth von Schreckenstein, Johann Conrad Schlaun, Erwin Schleberger, Christoph Bernhard Schlüter, Paul Schnitker, Georg Schreiber, Hilde Schürk-Frisch, Helma Sjuts, Egbert Snoek, Claus-Jürgen Spitzer, Anton Matthias Sprickmann, Emil Stratmann, Hubert Teschlade, Hans Thiekötter, Anton „Tönne“ Vormann, Karl Wagenfeld, Franz-Josef Wuermeling, Paul Wulf, Peter Wust Karl Hagemann studierte in Münster Geschichte, Germanistik und Publizistik. Er war fast 40 Jahre Zeitungsjournalist, Rundfunkredakteur und Pressesprecher und ist Autor mehrerer Münsterland-Bücher.
Ein Dorf zwischen Tradition und Zukunft - Dorfjubiläen sind nicht selten – jedes Dorf kann dies von sich behaupten und dieses Ereignis auch feiern. Aber auch 1000 Jahre und mehr sind momentan noch nicht zu häufig zu verzeichnen. Dabei ist man jederzeit konfrontiert mit einer lückenhaften Überlieferung, genügend Lokalpatriotismus, kreativer Vergangenheitsbeschreibung, überschlagendem Selbstbewusstsein und der verklärenden Suche nach einer möglichst langen Vorfahren-Geschichte, allesamt gute Argumente für ein Jubiläum und eine Dorfchronik.Diese Stichpunkte sind teilweise auch bei der Beschäftigung mit Windesheim (Ldk. Bad Kreuznach; Rheinland-Pfalz) zu erkennen. Aus einer angeblichen Schenkung Ottos III. an den damaligen Erzbischof von Köln entwickelt sich im fränkisch bestimmten linksrheinischen Gebiet ein Dorf, das immer wieder das Schicksal der benachbarten Dörfer teilte, sei es in erfolgreichen und ertragreichen Zeiten, sei es in kriegerischen und verheerenden Momenten. Das Dorf mit vorhandenen römischen Bauresten wächst, schrumpft und wächst wieder in den Jahrhunderten bis zu einem stattlichen und respektablen 1800-Seelen-Gemeinwesen, das lange Zeit aus sich selbst leben konnte und erst in der Modernen Erwerbsmöglichkeiten auswärts suchen muss. Seit Jahrhunderten bestimmen Landwirtschaft und Weinbau das Gesicht und die Geschicke des außergewöhnlich prädestinierten Dorfes am Fuß des Hunsrück-Mittelgebirges.Ein Autorenteam hat sich dieser Aufgabe angenommen und aus den versteckt und verstreut vorliegenden Informationen einen sehr ansehnlichen und mit vielen Abbildungen, darunter auch einigen bisher unbekannten historischen Dokumenten, bestückten Beitragsband erstellt, mit dem es gelingt, die Dorfgeschichte – darunter auch die weniger glänzenden Phasen bürgerlichen Agierens – angemessen darzustellen und zu würdigen.
Mit der nun vorliegenden Schulchronik über die Geschichte der Volksschule Katzwinkel gibt Hermann Hens die Gesamtbeschreibung der genannten Schule den verehrten Lesern zur Hand. In den Jahren um 1865 wurde den Lehrpersonen die Aufgabe erteilt, Eintragungen des Schulunterrichts und auch das Leben der Bürger des jeweiligen Schulverbandes in Schrift fest zu halten. Auf deren Angaben trugen die Lehrer mit dazu bei, das man heute mit ihren Eintragungen eine Ortschronik anfertigen kann.Die Schulchronik (5 Bände) beginnend im Jahre 1832 durch Lehrer Maas, endet am 31. Juli 1973. Die Chronik in Handschrift in verschiedenen Schreibweisen, habe ich versucht, sie so wieder zu geben wie ich sie vorgefunden habe. [...] (aus dem Vorwort des Autors)
Nach dem Thesenanschlag von Luther in Wittenberg erreicht die Reformation sechs Jahre später die Stadt Miltenberg am Main. In diesem lokalen, gut domumentierten Geschehen wird die gesamte Erschütterung des Glaubens im christlichen Abendland durch die Reformationsbewegung begreifbar. Sorgfältig übertragene, kommentierte und in den Kontext eingeordnete Originaldokumente lassen die historischen Ereignisse lebendig werden.
Die vorliegenden Beiträge sind größtenteils im Rahmen der Zeitungsserie "Lengerich im Dreißigjährigen Krieg" erschienen, die von Mai bis Oktober 2018 im Lokalteil (Tecklenburger Landbote) der Westfälischen Nachrichten veröffentlicht wurde. Dr. Christof Spannhoff studierte Geschichte und Germanistik an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster und wurde 2013 promoviert. Er ist Gründungsmitglied der Forschungsgemeinschaft zur Geschichte des Nordmünsterlandes e.V. 2016 wurde er zum ordentlichen Mitglied der Volkskundlichen Kommission für Westfalen gewählt.
Nach Adam Zamoyskis grandiosem Bestseller 1812. Napoleons Feldzug in Russland folgt nun die Fortsetzung: 1815 - Napoleons Sturz und der Wiener Kongress. Der geschlagene Napoleon trifft am 18. Dezember 1812 nachts inkognito in den Tuilerien ein und nimmt sofort das Ringen um seine schwankende Machtbasis in Paris auf. Doch das Blatt hat sich gewendet. Von nun an ist er der Gejagte. Zwei Jahre später ziehen die Mächtigen in Wien neue Grenzlinien über die Karte Europas. Schon vorher hatten sie ihre Ansprüche angemeldet, als das Imperium des französischen Kaisers erste Risse zeigte. Nun, auf dem Wiener Kongress, kommt alles zum Einsatz. Selten in der Geschichte gab es gleichzeitig an einem Ort so viele Manöver und Intrigen, so viel Gier, Bestechung, Sex und Erpressung. Zamoyski entfaltet auf der Grundlage von Dokumenten, Briefen, Tagebüchern, Polizeiberichten in sechs Sprachen ein fulminantes historisches Panorama, das bestechende Analysen der Politik ebenso bietet wie intime Einblicke in das frivole Leben hinter den höfischen Kulissen. Graf Adam Zamoyski, geb. 1949 in New York, ist Autor und Historiker. Er lebt in London. Sein Buch "1812" ist in acht Sprachen erschienen.
Was veränderte im Schicksalsjahr 1918 die Welt? Laura Spinney über die Spanische Grippe als weltumspannendes gesellschaftliches Phänomen Gleichen sich die Corona-Pandemie und das Schicksalsjahr 1918? Laura Spinney in ihrem Bestseller über die Spanische Grippe als weltumspannendes gesellschaftliches Phänomen Der Erste Weltkrieg geht zu Ende, und eine weitere Katastrophe fordert viele Millionen Tote: die Spanische Grippe. Binnen weniger Wochen erkrankt ein Drittel der Weltbevölkerung. Trotzdem sind die Auswirkungen auf Gesellschaft, Politik und Kultur weitgehend unbekannt. Ob in Europa, Asien oder Afrika, an vielen Orten brachte die Grippe die Machtverhältnisse ins Wanken, womöglich beeinflusste sie die Verhandlung des Versailler Vertrags und verursachte Modernisierungsbewegungen. Anhand von Schicksalen auf der ganzen Welt öffnet Laura Spinney das Panorama dieser Epoche. Sie füllt eine klaffende Lücke in der Geschichtsschreibung und erlaubt einen völlig neuen Blick auf das Schicksalsjahr 1918. Laura Spinney, geboren 1971, ist eine preisgekrönte britische Wissenschaftsjournalistin und Romanautorin. Sie schreibt für den National Geographic, Nature und den Economist. 1996 wurde sie mit dem Margaret Rhondda Award für Journalismus ausgezeichnet. Ihr Buch Rue Centrale (2013) wurde ins Französische übersetzt. Sie lebt in London.
Am 20. Juli 1944 versuchte Oberst Claus Schenk Graf von Stauffenberg, Hitler mit einer Bombe zu töten. Das Attentat war geplant als Auftakt zu einem militärischen Umsturz, der dem Zweiten Weltkrieg und dem Terrorregime der Nationalsozialisten ein Ende gesetzt hätte.Diese Graphic Novel verdichtet die dramatischen Ereignisse des 20. Juli zu einer spannenden Erzählung. Im Mittelpunkt stehen dabei die Beweggründe und Ängste jener Männer und Frauen, die über Jahre hinweg auf diesen Tag hingearbeitet hatten. Niels Schröder, geboren 1970, studierte Visuelle Kommunikation / Grafikdesign in Hamburg, Bremen und Berlin. Seit 1996 arbeitet er als Illustrator für Zeitungen, Verlage und Unternehmen und wurde mehrfach mit dem European Newspaper Awards ausgezeichnet. 2016 verlieh ihm die Kunstuniversität Linz den Doktortitel; für seine Dissertation über Comics im Dritten Reich erhielt er den österreichischen Staatspreis Award of Excellence. In Buchform erschien von ihm zuletzt im be.bra verlag (zusammen mit Caroline Gille) die Graphic Novel »I got rhythm – Das Leben der Jazzlegende Coco Schumann«.
Das zweibändige Ortsfamilienbuch, das auch Frauenweiler einschließt, umfasst in erster Linie die Geburts-, Eheschließungs und Sterbedaten. Hierbei ist es in besonderem Maße gelungen, die in einersolchen Übersicht nicht zu vermeidenden Fragezeichen auf ein Mindestmaß zu minimieren. Durch ein ausgeklügeltes System wurden nicht direkt ermittelbare Daten durch Errechnung oder plausible Schätzung ergänzt und als solche nachvollziehbar gekennzeichnet. Dass auch Daten über die Ortsgrenzen hinaus erfasst werden, beleuchtet den gesamten Lebenslauf einer Person und eröffnet auch weitere Querverbindungen zu anderen Familien. Detaillierte Angaben zum Beruf, zu ausgeübten Ämtern, zu Konfession bzw. Religion oder sonstigen persönlichen Besonderheiten sind ebenso aufgelistet wie die Nennung von über 10.000 Paten. Eine detaillierte Frauenliste hilft bei der Suche, wenn nur der Geburtsname der Mutter bekannt ist, und auch ein Ortsregister und ein alphabetisches Namensverzeichnis leisten wertvolle Hilfestellungen.
Erinnerungen zur 400sten Wiederkehr des Dreißigjährigen Krieges von 1618 bis 1648. Rainer Lämmerhirt beschreibt, wie der Krieg entstand und wie die Menschen erlebten. Von den ersten Einquartierungen, der Zeit des „Böhmischen Krieges“, der ersten Pestwelle von 1625 bis 1630. INHALT Einführung Wie der Krieg entstand Jahre des Aufschwungs Erste Einquartierungen und viel Ungewissheit – die Zeit des „Böhmischen Krieges“ 1618 bis 1625 Die Kaiserlichen hausen in der Region und die erste Pestwelle dezimiert die Bevölkerung 1625 bis 1630 Die Schweden kommen Der Große Krieg in den Jahren von 1630 bis 1640 Die letzten Kriegsjahre und der endliche Friede Autor: Rainer Lämmerhirt; Herausgeber: Westthüringer Heimatschriften, Band 23 - Veröffentlichungen des Heimat- und Verkehrsvereins Mihla e.V., Festeinband, 82Seiten mit 34 Fotos und Abbildungen.
Die Entstehung der ältesten Stadtteile von Karlsruhe wird von Karin und Michael Niederle beschrieben. Sie erläutern in ihrem Buch, wie, wann und warum sie entstanden. Dieser Beitrag erschien im Rahmen der 300-Jahr-Feier im Jahr 2015.